Nach dem Auftaktsieg gegen Belgien will die deutsche Handball-Nationalmannschaft in der Qualifikation für die Handball-EM 2028 nachlegen. Am Sonntag, 08.11.2026, trifft die Auswahl von Bundestrainer Alfred Gislason auswärts auf die Slowakei. Anwurf in der Tatran Handball Arena in Prešov ist um 18:00 Uhr. Mit einem weiteren Erfolg könnte das DHB-Team die beiden November-Spiele mit der maximalen Ausbeute von vier Punkten abschließen.





Das Wichtigste in Kürze
- Termin und Spielort: Deutschland spielt am Sonntag, 08.11.2026, um 18:00 Uhr gegen die Slowakei in der Tatran Handball Arena in Prešov.
- DHB-Kader: Für das Auswärtsspiel sind nach den bekannten Änderungen planmäßig 16 Spieler vorgesehen. Nils Lichtlein fehlt verletzt, Lasse Ludwig war nur bis zum 06.11.2026 für den Lehrgang eingeplant.
- Direkter Vergleich: Deutschland ist gegen die Slowakei ungeschlagen. Aus sieben Begegnungen stehen sechs Siege und ein Unentschieden zu Buche.
- TV und Livestream: Sportschau und ARD-Mediathek übertragen kostenlos ab 17:50 Uhr. Auch Dyn zeigt die Partie. Eine Liveübertragung im regulären deutschen Free-TV ist nicht angekündigt.
- Unser Liveticker: Auf dieser Seite könnt Ihr das EM-Qualifikationsspiel Deutschland gegen die Slowakei live verfolgen.
Liveticker: Deutschland gegen Slowakei
In unserem Liveticker begleiten wir Deutschland gegen die Slowakei mit dem Spielstand, wichtigen Szenen und aktuellen Entwicklungen rund um die Begegnung.
EM-Qualifikation: Slowakei vs. Deutschland
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Willkommen beim Liveticker!
Das 42:32 gegen Belgien brachte die ersten Zähler auf dem Weg zur Handball-EM 2028. Vor allem in der Defensive bleibt allerdings Arbeit. Gleichzeitig bietet das Auswärtsspiel eine weitere Gelegenheit, die Abläufe für die Heim-WM 2027 im Januar zu festigen.
Wer die Begegnung unterwegs verfolgen möchte oder ergänzend zur Übertragung einen Überblick sucht, findet unseren Liveticker oben auf dieser Seite. Wir begleiten das Spiel mit dem aktuellen Ergebnis und den wichtigsten Entwicklungen auf dem Feld.
Rund um den Anwurf stehen außerdem die Aufstellung und die personellen Entscheidungen im Blickpunkt. Während der Partie geht es um Tore, entscheidende Spielphasen und die Frage, ob Deutschland den zweiten Sieg in der EM-Qualifikation sichert.
Deutschland will nach dem Belgien-Sieg nachlegen
Das Ergebnis zum Auftakt war deutlich, die Leistung ließ dennoch Raum für Verbesserungen. Beim 42:32 gegen Belgien überzeugte Deutschland insbesondere mit seiner Torgefahr. Marko Grgic war mit sieben Treffern der erfolgreichste deutsche Werfer. Zur Halbzeit hatte das DHB-Team in der ausverkauften Berliner Uber Arena mit 22:18 geführt.
Die 32 Gegentore zeigen allerdings, weshalb die Abwehr vor dem zweiten Qualifikationsspiel im Mittelpunkt steht. Deutschland ließ den Belgiern zu häufig die Möglichkeit, ihre Angriffe noch erfolgreich abzuschließen. Renārs Uščins bemängelte nach der Partie insbesondere die Gegentreffer in Situationen, in denen bereits Zeitspiel angezeigt worden war.
„Da sind wir natürlich nicht zu hundert Prozent zufrieden, aber im Angriff war das sehr vernünftig“, sagte Uščins nach dem Auftaktsieg.
Für das Spiel in Prešov ergibt sich daraus eine klare Aufgabe: Die deutsche Defensive muss auch in den letzten Sekunden eines gegnerischen Angriffs aufmerksam bleiben. Mehr Ballgewinne und bessere Voraussetzungen für die Torhüter könnten zugleich helfen, das eigene Tempospiel anzukurbeln.
Gislason hatte den Anspruch bereits vor dem Lehrgang formuliert: „Wir wollen Spiele gewinnen, das ist auch das Ziel der Woche mit den Spielen gegen Belgien und die Slowakei.“
DHB-Kader gegen die Slowakei: Lichtlein fehlt, Ludwig nicht mehr dabei
Für die November-Länderspiele hatte Gislason zunächst 18 Spieler nominiert. Anschließend musste Nils Lichtlein wegen einer Verletzung an der linken Schulter absagen. Der Spielmacher der Füchse Berlin steht damit auch gegen die Slowakei nicht zur Verfügung. Auf eine Nachnominierung verzichtete der Bundestrainer zunächst.
Hinzu kommt eine bereits bei der Nominierung angekündigte Veränderung im Tor: Lasse Ludwig gehörte nur bis Freitag, 06.11.2026, zum Lehrgang. Für die Partie in Prešov sind deshalb Andreas Wolff und David Späth als Torhüter vorgesehen.
Aus der ursprünglichen Nominierung und den bekanntgegebenen Änderungen ergibt sich damit planmäßig folgendes Aufgebot mit 16 Spielern:
| Position | Spieler und Verein |
|---|---|
| Tor | David Späth (Rhein-Neckar Löwen), Andreas Wolff (THW Kiel) |
| Außen | Tim Freihöfer (Füchse Berlin), Mathis Häseler (VfL Gummersbach), David Móré (ThSV Eisenach), Lukas Zerbe (THW Kiel) |
| Rückraum | Marko Grgic (SG Flensburg-Handewitt), Tom Kiesler (VfL Gummersbach), Juri Knorr (Aalborg Handbold), Julian Köster (THW Kiel), Matthes Langhoff (Füchse Berlin), Miro Schluroff (VfL Gummersbach), Niklas Theiß (HSG Wetzlar), Renārs Uščins (TSV Hannover-Burgdorf) |
| Kreis | Justus Fischer (TSV Hannover-Burgdorf), Johannes Golla (MT Melsungen) |
Móré und Theiß wollen weitere Argumente sammeln
Für David Móré und Niklas Theiß war das Belgien-Spiel ein besonderer Abend. Beide feierten ihr Debüt in der deutschen Männer-Nationalmannschaft und erzielten direkt ihre ersten Länderspieltore.
Linksaußen Móré vom ThSV Eisenach kam bei seinem ersten Einsatz auf vier Treffer. Rückraumspieler Theiß von der HSG Wetzlar steuerte ein Tor bei. Gegen die Slowakei können beide weitere Erfahrungen sammeln und sich mit Blick auf die WM-Nominierung empfehlen.
Gerade für die Neulinge zählt dabei mehr als die persönliche Torausbeute. Entscheidend wird auch sein, wie sicher sie die gemeinsamen Abläufe umsetzen und welche Aufgaben sie im Zusammenspiel mit den etablierten Kräften übernehmen können.
Die Slowakei: Knappe Auftaktniederlage und ein neues Trainerduo
Die Slowakei geht mit einer Niederlage in ihr erstes Heimspiel dieser EM-Qualifikation. Zum Auftakt unterlag sie in Italien mit 32:34. Das knappe Ergebnis zeigt, dass Deutschland einen Gegner erwartet, der bereits im ersten Spiel lange um Punkte mitspielte. Bester slowakischer Torschütze war Tomáš Smetánka mit sechs Treffern.
Seit dem Sommer wird die Auswahl vom Trainerduo Ľuboš Hudák und Jan Filip betreut. Die November-Partien sind die ersten Pflichtspiele unter ihrer Leitung. Für die Slowaken geht es damit auch darum, die Arbeit des neuen Trainerteams im Wettbewerb umzusetzen.
Zum Aufgebot gehören unter anderem Marko Jurkovič vom spanischen Verein BM Torrelavega und Dávid Mišových vom Dessau-Roßlauer HV. Mit Mišových ist somit auch ein Spieler aus der deutschen 2. Bundesliga dabei.
Deutschland geht als Favorit in die Begegnung. Der knappe slowakische Auftritt in Italien spricht jedoch dafür, die Gastgeber besonders vor eigenem Publikum ernst zu nehmen. Für das DHB-Team wird es darauf ankommen, früh Kontrolle über das Spiel zu gewinnen und den Gegner durch eigene Fehler möglichst selten zu einfachen Toren einzuladen.
Bilanz gegen die Slowakei: Deutschland ist noch ungeschlagen
Die bisherige Bilanz spricht deutlich für die deutsche Handball-Nationalmannschaft. In sieben Länderspielen gegen die Slowakei gab es sechs deutsche Siege und ein Unentschieden. Das Torverhältnis beträgt 185:156 zugunsten des DHB-Teams.
Nur beim ersten Aufeinandertreffen konnte die Slowakei einen Punkt holen. In der WM-Qualifikation trennten sich beide Auswahlen am 27.11.1996 in Šaľa mit 21:21. Anschließend gewann Deutschland sechs Begegnungen in Folge.
Das bislang letzte Duell liegt allerdings mehr als 20 Jahre zurück. Am 28.01.2006 setzte sich Deutschland in der EM-Vorrunde in Basel mit 31:26 durch. Die historische Bilanz unterstreicht damit die deutsche Favoritenrolle, sagt über die aktuelle Besetzung und Spielweise der Slowaken aber nur begrenzt etwas aus. Für die Vorbereitung auf Sonntag ist der jüngste Auftritt gegen Italien der deutlich aktuellere Maßstab.
Wer überträgt Deutschland gegen die Slowakei live im TV und Stream?
Das Handball-Länderspiel Slowakei gegen Deutschland ist am Sonntag kostenlos im Livestream der Sportschau und in der ARD-Mediathek zu sehen. Die Übertragung beginnt um 17:50 Uhr, zehn Minuten vor dem Anwurf.
Eine Liveübertragung im regulären deutschen Free-TV ist nicht angekündigt. Anders als beim Heimspiel gegen Belgien, das bei ProSieben lief, erfolgt die kostenlose Übertragung diesmal über das Onlineangebot der ARD. Wer am Fernseher zuschauen möchte, kann auf einem kompatiblen Smart-TV die ARD-Mediathek-App öffnen und dort den eigenen Livestream zur Begegnung auswählen.
Zusätzlich überträgt Dyn ab 17:50 Uhr. Dort kommentiert Lennart Wilken-Johannes. Für dieses Angebot ist ein kostenpflichtiges Abonnement erforderlich. Dyn kündigt die Begegnung außerdem als Re-Live an.
EM-Qualifikation 2028: Vier Punkte als Ziel vor der Heim-WM
Deutschland trifft in Gruppe 7 auf Belgien, die Slowakei und Italien. Die beiden Erstplatzierten jeder Qualifikationsgruppe lösen direkt ihr Ticket für die Handball-EM 2028 in Spanien, Portugal und der Schweiz. Zusätzlich qualifizieren sich die vier besten Gruppendritten.
Nach dem Sieg gegen Belgien würde ein Erfolg in Prešov das deutsche Punktekonto auf 4:0 erhöhen. Weiter geht es in der Qualifikation im März 2027 mit den beiden Begegnungen gegen Italien. Im Mai folgen die Rückspiele gegen Belgien und die Slowakei.
Dazwischen steht für die DHB-Auswahl die Handball-WM 2027 in Deutschland an. Deshalb hat das Spiel in Prešov auch über die EM-Qualifikation hinaus Bedeutung. Eine konzentrierte Abwehrleistung, sichere Abläufe und ein überzeugender Auftritt der gesamten Auswahl wären ein guter Abschluss der letzten Länderspielphase vor dem WM-Jahr.