Handball-EM 2026: Diese Teams stehen im Halbfinale

Olympiasieger und Weltmeister Dänemark hat die Hauptrunde der Handball-EM 2026 mit einem Kantersieg abgeschlossen und der deutschen Auswahl damit ein Halbfinalduell mit Kroatien beschert. Die Dänen gewannen am Mittwochabend gegen Norwegen mit 38:24 (19:16), damit schlossen sie die Gruppe I auf dem ersten Platz vor Deutschland ab. Dänemark bekommt es im Halbfinale am Freitag nun mit Island zu tun, das Team von Bundestrainer Alfred Gislason trifft auf Vizeweltmeister Kroatien, den Sieger der Gruppe II.

Halbfinale der Handball-EM 2026

Der Spielplan der Finalrunde der Handball-EM 2026:

Dänemark zerlegt Norwegen und holt Gruppensieg

Die Dänen liefen zu Beginn des Prestigeduells mit den bereits ausgeschiedenen Norwegern zunächst viel hinterher, erst kurz vor der Pause bekam der große Favorit das Spiel unter Kontrolle – und zog dann davon. Welthandballer Mathias Gidsel von den Füchsen Berlin und Emil Jakobsen (SG Flensburg-Handewitt) waren mit jeweils sieben Toren die besten Werfer der Dänen.

Die Kroaten hatten sich Platz eins in der Parallelgruppe am früheren Mittwochabend mit einem 27:25 (13:15) gegen Ungarn gesichert. Das Team von Coach Dagur Sigurdsson, Trainer beim deutschen EM-Erfolg 2016, musste allerdings gehörig zittern. Erst in Spielminute 46 ging die Mannschaft erstmals in Führung. Am Mittwochabend erzielte dabei kein Kroate mehr als vier Treffer, auf der Gegenseite überzeugte Bence Imre mit sieben Toren als erfolgreichster Werfer.

Island hatte sich das Ticket fürs Halbfinale am Nachmittag durch ein 39:31 (18:16) gegen Slowenien gesichert, für die kleine Nation ist es die erste Halbfinalteilnahme seit 2010.

Co-Gastgeber Schweden war durch die Ergebnisse der Konkurrenz bereits vor seinem Hauptrundenabschluss ausgeschieden, gegen die Schweiz gelang immerhin noch ein furioses 34:21 (14:12). Als Tabellendritter bestreitet Rekord-Europameister Schweden nun das Platzierungsspiel um Platz fünf gegen Portugal, das zum Abschluss mit 35:27 (16:12) gegen Spanien gewann.

Deutschland erreicht das Halbfinale

Die deutschen Handballer haben das Halbfinale erreicht. Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason bezwang Titelverteidiger Frankreich im letzten Hauptrundenspiel in Herning 38:34 (19:15) und zog wie vor zwei Jahren bei ihrem Heim-Turnier in die Medaillenspiele ein.

Spielmacher Juri Knorr war am Mittwochabend vor 10.850 Zuschauern in der Jyske Bank Boxen mit zehn Treffern der beste deutsche Werfer. Deutschland greift nun nach der ersten EM-Medaille seit dem Gold-Coup von 2016. Auf wen die DHB-Auswahl im Halbfinale am Freitag trifft, steht noch nicht fest. Infrage kommen Island, Kroatien oder Schweden.

Die DHB-Auswahl hatte in der Hauptrundengruppe I Spanien (34:32), Portugal (32:30) und Norwegen (30:28) geschlagen, ehe sie beim 26:31 gegen Weltmeister Dänemark den ersten Halbfinal-Matchball vergab.

Island macht erstes Halbfinale seit 2010 perfekt

Island hat sich nach Dänemark als zweite Nation das Ticket für das Halbfinale gesichert. Zum Auftakt in den letzten Spieltag der Hauptrundengruppe II setzte sich das Team von Trainer Snorri Steinn Gudjonsson im schwedischen Malmö mit 39:31 (18:16) gegen Slowenien durch. Die Entscheidung um das zweite Halbfinalticket in der Gruppe könnte bereits im Anschluss zwischen Kroatien und Ungarn fallen.

Im weiteren Verlauf des Abends hat Vizeweltmeister Kroatien das Weiterkommen zwar komplett in eigener Hand, einen Ausrutscher darf sich das Team von Dagur Sigurdsson gegen die bereits ausgeschiedenen Ungarn aber nicht erlauben. Bei einer Niederlage könnte sich Co-Gastgeber Schweden mit einem Erfolg über die Schweiz noch vorbeischieben.

Deutschland und Frankreich im direkten Duell

Somit duellieren sich das Deutschland und Titelverteidiger Frankreich am Mittwoch um den weiteren Platz in der Vorschlussrunde. Der amtierende Europameister verlor sein drittes Hauptrundenspiel gegen Spanien überraschend mit 32:36 (14:20) und muss nun in der abschließenden Begegnung gegen Deutschland gewinnen. Der deutschen Mannschaft benötigt trotz des ersten vergebenen Matchballs weiterhin lediglich ein Remis. Bereits sicher ist, dass Deutschland am Freitag mindestens im Spiel um Platz fünf steht.

Obwohl die Spanier durch das Ergebnis zwischen Portugal und Norwegen, die sich zuvor 35:35 (17:18) getrennt hatten, keine Chance mehr aufs Weiterkommen besaßen, lieferten sie gegen Frankreich eine große Offensiv-Show. Der Europameister um den künftigen Berliner Starspieler Dika Mem kämpfte seinerseits mit großen Problemen im Angriff. Eine Aufholjagd nach dem klaren Pausenrückstand blieb unbelohnt, näher als beim 25:26 (48.) kam Frankreich nicht heran. Der spanische Linksaußen Ian Barrufet war mit zehn Toren der beste Werfer des Spiels.

Für Portugal und Norwegen (beide 3:5 Punkte) ist derweil der Traum vom Halbfinale geplatzt. Bester Werfer des Spiels am Nachmittag war der Portugiese Luís Frade mit elf Toren. Für Norwegen erzielte August Pedersen zehn Treffer.

Kroatien vor Einzug ins Halbfinale

Vizeweltmeister Kroatien hat einen großen Schritt in Richtung Halbfinale gemacht. Die Mannschaft des früheren Europameister-Bundestrainers Dagur Sigurdsson setzte sich in Malmö mit 29:25 (14:11) gegen Slowenien durch und verdrängte mit nun sechs Punkten Island von Platz eins der Hauptrundengruppe II. Die Isländer hatten zuvor beim 38:38 (19:19) gegen Außenseiter Schweiz überraschend gepatzt und damit einen wichtigen Punkt liegen gelassen.

Am Abend kassierte dann auch Schweden einen weiteren bitteren Dämpfer. Nach der 27:35-Niederlage gegen Island kamen die Skandinavier vor heimischem Publikum nicht über ein 32:32 (14:16) gegen Ungarn hinaus. Schwedens Torwart Andreas Palicka verfehlte dabei in letzter Sekunde mit seinem Wurf über das gesamte Feld nur knapp das leere gegnerische Tor.

Während die Kroaten am Mittwoch das Weiterkommen in der eigenen Hand haben und gegen Ungarn lediglich einen Punkt benötigen, sind die Schweden auf Schützenhilfe angewiesen. Aufgrund des direkten Vergleichs muss der Co-Gastgeber am letzten Spieltag gegen die Schweiz ein besseres Ergebnis als die Isländer gegen Slowenien holen. Letztere könnten aber auch noch mit einem Erfolg gegen das Sigurdsson-Team bis auf Platz zwei klettern.

(Mit Material vom SID)

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