Die 17. Handball-EM der Frauen (Eigenbezeichnung Women’s EHF EURO 2026) wird vom 3. bis 20. Dezember 2026 in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei ausgetragen. Die Startplätze werden über die EHF Euro Qualifiers ermittelt. Veranstalter ist die Europäische Handballföderation (EHF), die DHB-Frauen sind für das Turnier bereits qualifiziert.





Vorbereitung auf die Handball-EM 2026
Auf ihrem Weg zur Handball-EM starten die deutschen Handballerinnen mit zwei Testspielen gegen Spanien. Die DHB-Frauen von Bundestrainer Markus Gaugisch treffen am 25. und 27. September 2026 in Granollers, nordöstlich von Barcelona, auf die Spanierinnen. An dem ersten Lehrgang der Länderspiel-Saison, der ab dem 21. September in Großwallstadt beginnt, nehmen 20 Spielerinnen teil, 14 davon gewannen im vergangenen Jahr WM-Silber.
„Wir als Trainerteam brennen darauf, mit den Spielerinnen wieder in der Halle an unserem Spiel zu arbeiten“, sagte Gaugisch: „Wir setzen bewusst auf einen bewährten Kader, der unsere Philosophie bereits verinnerlicht hat. Wir wollen mit der ersten Trainingseinheit schnell wieder unsere Automatismen finden und das mit voller Intensität, denn jede gemeinsame Trainingsminute zählt. Spanien wird ein guter erster Gradmesser sein, damit wir sehen, wo wir so früh in der Saison auf unserem Weg zur EM stehen.“
Bereits im Oktober 2026 kommt die DHB-Auswahl zu einem nächsten Lehrgang zusammen. Nach gemeinsamen Lehrgangstagen in Altenholz reist die Mannschaft von Bundestrainer Markus Gaugisch für die Teilnahme an der Golden League ins dänische Odense. Dort trifft Deutschland am Samstag, 24. Oktober, auf Dänemark, ehe am Sonntag, 25. Oktober, das Nachbarschaftsduell gegen die Niederlande wartet.
Die unmittelbare Vorbereitung auf die EM 2026 starten Antje Döll, Katharina Filter und Co. am Montag, 23. November, in Ludwigsburg. Teil der finalen Phase sind zwei Länderspiele gegen den WM-Dritten Frankreich. Die erste Neuauflage des WM-Halbfinals findet am Donnerstag, 26. November, in der Porsche Arena in Stuttgart statt (Anwurf: 19.30 Uhr), die EM-Generalprobe steigt am Samstag, 28. November, um 15.30 Uhr, in der ratiopharm arena in Neu-Ulm.
Auslosung der Frauen-EM 2026
Die DHB-Frauen haben bei der Auslosung am 16. April 2026 in Katowice (Polen) eine machbare Gruppe und eine günstige mögliche Reiseroute erwischt. Die WM-Zweiten von Bundestrainer Markus Gaugisch, die bei der vergangenen EM 2024 nur Siebte wurden, treffen in Gruppe F auf Schweden, Co-Gastgeber Slowakei und Serbien.
Die DHB-Auswahl geht damit zunächst Top-Nationen wie Weltmeister und Olympiasieger Norwegen, dem Olympia-Zweiten Frankreich oder dem früheren Weltmeister Niederlande aus dem Weg. „Wir können mit unserer Gruppe zufrieden sein“, sagte Bundestrainer Gaugisch: „Schweden steckt im Umbruch, ist aber weiterhin eine ambitionierte und starke Mannschaft. Serbien kennen wir noch von der Heim-WM und gegen die Slowakei vor deren Heimkulisse zu spielen, macht sicher Spaß.“ Spielort des DHB-Teams ist die slowakische Hauptstadt Bratislava.
Die zwei besten Teams jeder der sechs Gruppen der Vorrunde erreichen die zwei Gruppen der Zwischenrunden des Turniers. Die Hauptrunde findet in Cluj-Napoca/Rumänien und dem polnischen Kattowitz statt. In Kattowitz steigt auch das Finalwochenende. Deutschland würde nur einmal umziehen müssen: Nach erfolgreicher Vorrunde ginge es für das Gaugisch-Team bis zum möglichen Finale in Kattowitz weiter.
Spielplan der Frauen-EM 2026
Der Spielplan der Frauen-EM 2026 wurde nach der Auslosung veröffentlicht.
| Datum | Uhrzeit | Ort | Runde, Gruppe | Spielpaarung |
|---|---|---|---|---|
| 04.12.2026 | 18:00 | Bratislava | Vorrunde, Gruppe F | Schweden – Deutschland |
| 06.12.2026 | 18:00 | Bratislava | Vorrunde, Gruppe F | Deutschland – Serbien |
| 08.12.2026 | 18:00 | Bratislava | Vorrunde, Gruppe F | Slowakei – Deutschland |
Teams und Gruppen der Frauen-EM 2026
Insgesamt 24 Teams nehmen an der Endrunde der Frauen-EM 2026 teil. Die Verbände der fünf Gastgeber sind automatisch qualifiziert, dazu die drei Erste der Handball-EM 2024. 16 weitere Teilnehmer wurden in Qualifikationsspielen ermittelt.
| Gruppe | Spielort | Teams |
|---|---|---|
| A | Oradea, Rumänien | Ungarn, Montenegro, Slowenien, Island |
| B | Cluj-Napoca, Rumänien | Norwegen, Rumänien, Schweiz, Nordmazedonien |
| C | Antalya, Türkei | Dänemark, Spanien, Türkei, Griechenland |
| D | Brno, Tschechien | Niederlande, Tschechien, Österreich, Kroatien |
| E | Katowice, Polen | Frankreich, Polen, Färöer, Ukraine |
| F | Bratislava, Slowakei | Schweden, Deutschland, Slowakei, Serbien |
Diese Teams waren schon vorzeitig qualifiziert:
- Polen, Rumänien, Tschechien, Slowakei und Türkei (Gastgeber)
- Norwegen als Europameister 2024
- Dänemark als Vize-Europameister 2024
- Ungarn als 3. Platzierter bei der EM 2024
Spielorte der Frauen-EM 2026
Die Frauen-Europameisterschaft 2026 wird in sechs Spielorten in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei ausgetragen.
| Land | Ort | Halle / Arena | Kapazität |
|---|---|---|---|
| Türkei | Antalya | Antalya Spor Salonu | 10.000 |
| Tschechien | Brünn | Arena Brno | 12.000 |
| Rumänien | Cluj-Napoca | BT Arena | 10.000 |
| Rumänien | Oradea | Oradea Arena | 5.500 |
| Polen | Katowice | Spodek | 11.000 |
| Slowakei | Bratislava | Zimný štadión Ondreja Nepelu | 10.000 |
In der Vorrunde der Frauen-EM 2026 wird in Oradea und Cluj-Napoca in Rumänien, im türkischen Antalya, im polnischen Katowice, im tschechischen Brünn und in der slowakischen Hauptstadt Bratislava gespielt. Die Hauptrunde findet in Cluj-Napoca und Katowice statt. Das Finalwochenende wird in Katowice ausgetragen.