Handball-EM 2026: Die Top-Spieler & Stars der EHF EURO

Mathias Gidsel und Dika Mem, Francisco Costa und Sander Sagosen: Diese internationalen Top-Spieler und Handball-Stars lassen ihre Teams bei der Handball-EM 2026 träumen und können den Unterschied ausmachen.

Mathias Gidsel (Dänemark)

Rückraumspieler Mathias Gidsel gilt seit Jahren als der beste Handballer des Planeten – und jagt in den kommenden zweieinhalb Wochen dem letzten noch fehlenden Titel in seiner Nationalmannschaftskarriere hinterher. Dreimaliger Weltmeister und Olympiasieger von 2024 ist er, die EM hat der 26 Jahre alte Superstar von den Füchsen Berlin aber noch nicht gewonnen. Die übermächtigen Dänen warten bereits seit 14 (!) Jahren auf ihren nächsten EM-Titel. An Motivation dürfte es beim Heim-Turnier bei der Mannschaft von Trainer Nikolaj Jacobsen daher kaum mangeln. Erst recht nicht bei Gidsel.

Dika Mem (Frankreich)

Allein sein Name sorgt bei Handball-Ästheten für Gänsehaut. Dika Mem vereint spielerische Geschmeidigkeit mit enormer Explosivität, seine Würfe sind knallhart. Nicht weniger als 52 Titel sammelte der 28 Jahre alte Linkshänder, der im Sommer 2027 zu Gidsels Füchsen wechselt, in seiner beispiellosen Karriere bislang. Neben etlichen nationalen Pokalen in Frankreich und Spanien holte er im vergangenen Jahrzehnt mit Barcelona drei Mal die Champions League, mit der Nationalmannschaft gewann er bei den Olympischen Spielen (2021) sowie je einen Titel bei Welt- (2017) und Europameisterschaften (2024). Letzteren will Mem nun unbedingt verteidigen.

Andreas Wolff (Deutschland)

Der deutsche Torhüter Andreas Wolff darf in solch einer Liste nicht fehlen. Zehn Jahre nach dem Wintermärchen von Polen will Wolff den Titelgewinn zu gern wiederholen, es wäre nach Olympia-Silber (2024) und -Bronze (2016) sein zweiter großer Triumph mit der Nationalmannschaft. „Ich glaube, dass es die beste Nationalmannschaft ist, in der ich je gespielt habe“, sagte Wolff im Sportschau-Interview. Die Voraussetzungen könnten für den extrovertierten Keeper des THW Kiel also schlechter sein.

Sander Sagosen (Norwegen)

Der Norweger Sander Sagosen zählt noch immer zu den ganz großen Namen im Welthandball. Doch allmählich wird es für Sagosen mal Zeit zu liefern. Ob bei den Norwegern oder im Klub in Aalborg: Der Rückraumspieler saß zuletzt häufiger nur auf der Bank. Lange Zeit galt Sagosen bei den Nordeuropäern als Versprechen für große Titel und Triumphe. Nach über zwölf Jahren in der Nationalmannschaft fällt die Bilanz durchwachsen aus: Den zweiten Plätzen bei den Weltmeisterschaften 2017 und 2019 und EM-Bronze 2020 folgten einige Enttäuschungen. Dem Tiefpunkt von WM-Rang zehn vor zwölf Monaten soll nun die Auferstehung folgen.

Francisco Costa (Portugal)

Mit ihrem überfallartigen Highspeed-Handball haben die Portugiesen um die starken Costa-Brüder Francisco und Martim das Handball-Establishment zuletzt gehörig durcheinander gewirbelt. Die deutsche Mannschaft kann ein Lied davon singen, im WM-Viertelfinale besiegte Portugal das DHB-Team vor Jahresfrist in der Verlängerung. Bester Torschütze bei den Portugiesen: „Kiko“ Costa. Der inzwischen 20-Jährige ist kein Lautsprecher, sondern ein Lenker: Mal Regisseur, mal Vollstrecker, oft beides in einem Angriff. Francisco Costa denkt schneller, als viele laufen, und genau das macht ihn so schwer greifbar.

(Mit Material vom SID)

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