Im letzten Spiel der Hauptrunde bei der Handball-EM 2026 kommt es zum alles entscheidenden Duell zwischen Deutschland und Frankreich. Am Mittwoch um 18 Uhr wird es ernst in der Jyske Bank Boxen! Mit einem Unentschieden sichert sich Deutschland den Einzug ins Halbfinale, bei einer Niederlage geht es für die DHB-Männer am Freitag nur noch um Platz fünf.
Wer zeigt heute Deutschland gegen Frankreich live?
Das Handball-EM-Spiel Deutschland gegen Frankreich aus Herning wird live im Free-TV im ZDF und im Livestream gezeigt. Wir berichten im Liveticker!





Liveticker: Deutschland gegen Frankreich
Unser Liveticker zum Hauptrunden-Spiel zwischen Deutschland gegen Dänemark beginnt am Mittwoch, den 28. Januar 2026. Unser Tipp: Während des Spiels könnt ihr die einzelnen Aktionen mit euren Interaktionen füttern, an Umfragen teilnehmen, in einem Quiz euer Wissen testen und dadurch interaktiv an dem Spiel teilnehmen.
Das ist die Ausgangslage vor dem „Viertelfinale“ Deutschland gegen Frankreich
Nach der Niederlage gegen Dänemark kommt es nun am letzten Spieltag der Hauptrunde, was einem Viertelfinale gleicht, zum finalen Duell mit Titelverteidiger Frankreich. Gastgeber Dänemark hat den Einzug ins Halbfinale bereits sicher. Auch wenn die DHB-Männer spielerisch besser auftraten als noch gegen Norwegen, führten zu viele Fehler und Holztreffer am Ende zu einer Niederlage mit fünf Toren Unterschied. Die Chancen waren vorhanden, doch Deutschland bekam Dänemark nicht entscheidend in den Griff und konnte das Spiel nicht offen halten.
In der Tabelle steht Deutschland aktuell auf Rang zwei hinter Dänemark, beide Teams haben sechs Punkte. Durch den gewonnenen direkten Vergleich ist den Gastgebern Platz eins nicht mehr zu nehmen. Frankreich folgt mit vier Punkten auf Rang drei und kann mit einem Sieg gegen Deutschland noch am DHB-Team vorbeiziehen. Für Portugal, Norwegen und Spanien sind der Halbfinaleinzug hingegen bereits außer Reichweite.
Wie wird Bundestrainer Gislason aufstellen?
Bundestrainer Alfred Gislason überraschte im Spiel gegen Dänemark mit seiner Aufstellung. Nach Wolffs überragenden Auftritt gegen Portugal durfte zunächst David Spät im Tor ran. Spät hielt den Platz fast über die gesamte Spielzeit, Wolff kam nur in den letzten Minuten aufs Feld. Das sorgte für so einiges Stirnrunzeln. Spät zeigte eine stabile Leistung: Vor allem in der ersten Halbzeit parierte er stark und hielt einige Bälle der Dänen. Wolff bringt allerdings immer eine zusätzliche mentale Komponente ins Spiel. Experte Dominik Klein bezeichnet ihn als „Mentalitätsmonster“ und meinte im Sportschau-Podcast: „Man hätte schauen sollen, ob Wolff da weitermacht, wo er gegen Norwegen aufgehört hat.“ Wolff kann Gegner auf besondere Weise unter Druck setzen und sein Team auf eine ganz eigene Art motivieren.
Erwartet wurde zudem, dass Nils Lichtlein den Rückraum übernimmt und Miro Schluroff im Angriff glänzt: beide Spieler behielt Gislason jedoch weitgehend auf der Bank. Mit einem so breiten Kader stehen dem Bundestrainer viele Optionen offen. Es bleibt spannend, wer gegen Frankreich auflaufen wird.
Frankreich verlor überraschend gegen Spanien
Vor dem deutschen Spiel am Montag ließen die Franzosen überraschend zwei Punkte gegen Spanien liegen. Frankreich ist bekannt für sein dynamisches Tempospiel, doch gegen das Tabellenschlusslicht Spanien unterliefen den Franzosen zu viele Fehler. Auch wenn für die Spanier der Einzug ins Halbfinale bereits außer Reichweite war, zeigte das Team noch einmal eine starke Offensivleistung. Frankreichs Torhüter Remi Desbonnet verhinderte nach seiner Einwechslung in der zweiten Halbzeit eine absolute Pleite und parierte sechs wichtige Würfe. Superstar Dika Mem startete schwach in die Partie und blieb ohne Treffer aus vier Würfen. Stärkster Torschütze der Franzosen war Rückraumspieler Aymeric Minne mit sieben Treffern. Am Ende verlor Frankreich mit 36:32. Für die DHB-Männer bedeutet die Niederlage, dass ein Unentschieden am Mittwoch ausreicht. Aber natürlich geht das DHB-Team auf Sieg!
DHB-Gegner Frankreich im Fokus
Im bisherigen Turnierverlauf zeigte Frankreich wechselhafte Leistungen, doch vor allem gegen Portugal bewies das Team seine Stärke und gewann klar mit 46:38. Dabei stellten die Franzosen einen historischen EM-Rekord auf. Zum ersten Mal traf eine Mannschaft 28 Mal in einer Halbzeit. Frankreich ist offensiv brandgefährlich, doch die Spiele gegen Dänemark und Spanien zeigen: Das Team ist auch besiegbar.
Frankreich geht bei dieser EM erstmals ohne Top-Handballer Nikola Karabatic und Vincent Gérard ins Rennen. Trainer Guillaume Gille hat seit den Olympischen Spielen vor 18 Monaten die Verantwortung im Team neu verteilt: Rückraumspieler Aymeric Minne, Dika Mem, Thibaud Briet im linken Rückraum und Torhüter Charles Bolzinger übernehmen seitdem zentrale Rollen. Frankreich war schon immer ein Handballgigant: 17 EM-Teilnahmen, Goldmedaillen 2006, 2010, 2014 und 2024 sowie Bronze 2008 und 2018. Bei der letzten Weltmeisterschaft 2025 sicherten sie sich den dritten Platz.
(KF)
