Die DHB-Frauen haben vorzeitig das Viertelfinale der Frauen-WM 2025 erreicht. Und wie!. Das Team von Bundestrainer Markus Gaugisch fuhr durch das 36:18 (16:6) mit einem 18-Tore-Vorsprung gegen Montenegro den fünften Sieg im fünften Turnierspiel ein und sicherte sich bereits vor dem abschließenden Duell mit Spanien den ersten Platz in der Hauptrundengruppe II.
Als Gruppensieger vorzeitig im WM-Viertelfinale
Linkshänderin Nina Engel (6 Tore) und Kapitän Antje Döll (5) waren am Donnerstagabend mit die besten deutschen Werferinnen in der Dortmunder Westfalenhalle, dazu überragte Torhüterin Katharina Filter mit elf teils spektakulären Paraden und drei Toren (!). Die DHB-Auswahl hat durch die weiteren Erfolge gegen Island (32:25), Serbien (31:20) und die Färöer (36:26) nun 8:0 Punkte auf dem Konto und kann sich auf das Viertelfinale vorbereiten.
Auf wen Deutschland trifft, steht bislang nicht fest. Realistische Gegner im Viertelfinale in Dortmund sind Olympiasieger Norwegen, der WM-Neunte Brasilien oder Afrikameister Angola. Für das Final-Runden-Duell steigen die öffentlich-rechtlichen Sender in die Live-Berichterstattung ein, das ZDF überträgt die Partie ab 17:15 Uhr.
Montenegro – Deutschland 18:36 (6:16).
Montenegro: Attingre, Marija Marsenic – Vukcevic (3 Tore/1 Siebenmeter), Trivic (3), Jaukovic (3/2), Tatar (3), Anastasija Marsenic (1), Mitrovic (1), Godec (1), Bozovic (1), Bulatovic (1), Grbic (1), Brnovic, Dzaferovic, Pavicevic, Pletikosic. Deutschland: Filter (3), Wachter – Engel (6), Döll (5/2), Lott (4), Behrend (4), Hauf (4), Leuchter (3), Kühne (2), Vogel (2), Smits (1), Grijseels (1), Maidhof (1), Antl, von Pereira, Steffen. Schiedsrichter: Kristof Altmar (Ungarn), Marton Horvath (Ungarn). Strafminuten: 6 – 4. Zuschauer: 9.049 in Dortmund.
DHB-Frauen heiß aufs Viertelfinale
Von Träumereien von der ersten Medaille seit WM-Bronze 2007 hielt das deutsche DHB-Team aber auch nach dem 36:26 (20:14) gegen die Färöer in der Dortmunder Westfalenhalle nichts. „Wir wollen Bodenhaftung bewahren“, betonte Bundestrainer Markus Gaugisch. Mit Montenegro warte nun eine „abgezockte“ Mannschaft mit „sehr, sehr viel Routine“ und einer „sehr robusten Verteidigung. Da müssen wir ackern.“
Der Blick auf die Tabelle dürfte der DHB-Auswahl eine Menge Freude bereiten. Mit 6:0 Punkten führt die deutsche Mannschaft die Hauptrundengruppe II souverän an und hat nun zwei Matchbälle: Schon ein Punkt gegen Montenegro (4:2 Punkte) würde zum vorzeitigen Viertelfinaleinzug reichen. Bei einem Sieg wäre sogar das Weiterkommen als Gruppensieger garantiert – ganz unabhängig vom letzten Hauptrundenspiel am Samstag gegen Spanien (2:4).
Medaille noch ein weiter Weg
„Ob wir das Viertelfinale erreichen können, ist mir wurscht. Ich will mit der Mannschaft Spiele gewinnen“, sagte Gaugisch und verkörperte eine Gier, die auch die Spielerinnen ausstrahlen. „Wir wollen jedes Spiel gewinnen, wir wollen die Leute begeistern“, so die formstarke Kapitänin Antje Döll. Mit 23 Toren bei 26 Würfen und einer hervorragenden Quote von 88 Prozent ist Döll bislang die treffsicherste Schützin im Team von Bundestrainer Markus Gaugisch. Bis zur Medaille, so formulierte es auch Rückraumspielerin Viola Leuchter, sei es aber „noch ein weiter Weg“.
Letzte Chance auf Hauptrunden-Tickets
Die Partie gegen Montenegro ist in der Hauptrunde die letzte Gelegenheit, das DHB-Team in dieser Turnierphase live zu erleben, denn für Hauptrunden-Finale gegen Spanien am 6. Dezember sind keine Tickets mehr verfügbar. Tickets für das WM-Duell gegen Montenegro gibt es für Kurzentschlossene bereits ab 19 Euro. Das Spiel wird zudem wird eingerahmt von den Spielen Serbien gegen Färöer um 15:30 Uhr sowie ab 20:30 Uhr Island gegen Spanien.
(Mit Material vom SID)
