Länderspiel: Deutschland schlägt Slowenien in Heidelberg

Die DHB-Frauen bestritten ihre erstes Heimspiel nach dem umjubelten Silber-Coup bei der Frauen-WM 2025 in Heidelberg. Das Team von Bundestrainer Markus Gaugisch traf am Internationalen Frauentag, 8. März 2026, im Rahmen der EM-Qualifikation auf Slowenien.

DHB-Frauen sichern sich EM-Ticket

Die DHB-Frauen haben mit einer überzeugenden Vorstellung vorzeitig die Qualifikation für die Europameisterschaft im kommenden Winter geschafft. Die Vizeweltmeisterinnen gewannen das zweite Duell mit Slowenien mit 33:18 (18:8) und begeisterten die Zuschauer:innen in Heidelberg beim ersten Heimspiel nach dem Silber-Coup mit einer Spitzenleistung.

„Wir hätten die Woche nicht besser abschließen können. Wir dürfen uns schon ein bisschen feiern lassen“, sagte Nationalspielerin Nina Engel bei ProSieben MAXX. Und auch Bundestrainer Markus Gaugisch zeigte sich zufrieden. Es mache „einfach Bock mit der Mannschaft. Das ist ein toller Moment, und das genießen wir alle“, sagte er und forderte zugleich: „Nach dem Winter müssen wir uns das beibehalten.“

Angeführt von den Toptorschützinnen Engel und Kapitänin Antje Döll mit jeweils fünf Treffern und angepeitscht von 3.791 Fans in der ausverkauften Halle überzeugten die DHB-Frauen auf ganzer Linie. Im Hinspiel vier Tage zuvor in Celje hatte das Team sich nach einem Stotterstart nochmal gefangen und so das Tor zur EM bereits weit aufgestoßen.

Mit der makellosen Bilanz von vier Siegen aus vier Spielen und 8:0 Punkten ist einer der ersten beiden Plätze in der Vierergruppe bereits sicher. Die abschließenden Duelle mit Belgien und Nordmazedonien dienen nun eher zum Schaulaufen und Warmspielen für das Jahreshighlight: Vom 3. bis 20. Dezember 2026 jagt das DHB-Team in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei den EM-Titel. Die Auslosung erfolgt am 16. April in Kattowitz.

Kader der DHB-Frauen

Kaderupdate für die Spiele gegen Slowenien: Xenia Smits und Aimée von Pereira mussten ihre Teilnahme verletzungsbedingt abgesagt. Für die beiden Vize-Weltmeisterinnen hat Bundestrainer Markus Gaugisch Rückraumspielerin Dana Bleckmann (Borussia Dortmund) und Kreisläuferin Jolina Huhnstock (Buxtehuder SV) nachnominiert.

Das aktuelle Kader der Frauen-Nationalmannschaft:

Tor: Katharina Filter (Team Esbjerg, Dänemark), Sarah Wachter (Borussia Dortmund).

Feld: Jenny Behrend (VfL Oldenburg), Farelle Njinkeu (HSG Blomberg-Lippe), Viola Leuchter (Odense Handbold, Dänemark), Nina Engel (HSG Bensheim/Auerbach Flames), Alina Grijseels (Borussia Dortmund), Annika Lott (Brest Bretagne Handball, Frankreich), Xenia Smits (HB Metz, Frankreich), Emily Vogel (FTC Budapest, Ungarn), Nieke Kühne (HSG Blomberg-Lippe), Aimée von Pereira (Kopenhagen Handbold, Dänemark), Antje Döll (Sport-Union Neckarsulm), Alexia Hauf (HSG Blomberg-Lippe), Lisa Antl (Borussia Dortmund), Marie Steffen (VfL Oldenburg).

DHB-Frauen in Heidelberg gegen Slowenien

„Wir freuen uns auf die Aufgabe und nach der WM vor allem auf das Wiedersehen mit unseren Fans“, sagte DHB-Sportvorstand Ingo Meckes. „Die sportliche Aufgabe ist klar: Wir wollen weiter erfolgreich durch die Qualifikation gehen und uns für die Auslosung der kommenden Europameisterschaft in eine Top-Position bringen.“

In der Quali-Gruppe hatte das DHB-Team im Oktober mit deutlichen Siegen gegen Nordmazedonien (34:18) und in Belgien (40:21) einen perfekten Start hingelegt. Nur die ersten beiden Teams der Gruppe qualifizieren sich direkt für die EM-Endrunde, die vom 3. bis 20. Dezember 2026 in den fünf Gastgeberländern Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei ausgetragen wird. Die letzten beiden Partien finden im April statt.

Handball-Länderspiel in Heidelberg

Im bei Handballspielen 3.500 Zuschauer fassenden SNP dome Heidelberg spielte die deutsche Frauen-Nationalmannschaft bisher zweimal – am 6. und 7. April 2024 hieß der Gegner Israel. Auf ein 35:12 folgte mit 46:9 der bisher höchste Sieg in der deutschen Länderspielgeschichte. Die Herausforderung gegen Slowenien, zuletzt Gegner sowohl in der Olympia-Qualifikation als auch bei den Olympischen Spielen 2024, wird ungleich größer.

„Wir sind sehr stolz, die Frauen-Nationalmannschaft im ersten Heimspiel nach der grandiosen Weltmeisterschaft im SNP dome begrüßen zu dürfen“, sagt Holger Schweikardt, Teamleitung des Betreibermanagements des SNP dome. Neben ausgewählten Heimspielen der Rhein-Neckar Löwen werden an der Speyerer Straße in Heidelberg die Basketball-Bundesliga-Heimspiele der MLP Academics Heidelberg ausgetragen. Im Januar wird im SNP dome zudem die Männer-Europameisterschaft im Hallenhockey stattfinden.

Bundestrainer Markus Gaugisch nominiert Kader für Slowenien-Doppelpack

Für die erste Maßnahme gegen Slowenien hat Bundestrainer Markus Gaugisch 16 Spielerinnen nominiert, darunter 15 Silbermedaillengewinnerinnen der Frauen-WM 2025. Rückraumspielerin Mareike Thomaier von der HSG Bensheim/Auerbach Flames fällt verletzungsbedingt aus.

„Die Vorfreude ist groß, nach der Heim-WM wieder mit der Mannschaft zu arbeiten. Wir haben im Dezember mit unserem Auftreten eine gute Basis für die Zukunft gelegt. Wir wollen die nächsten Schritte gehen, um uns weiter in der Weltspitze zu etablieren“, sagt Bundestrainer Markus Gaugisch. „Denn die Entwicklung der eigenen Leistung in allen Bereichen endet nicht mit der Silbermedaille. Außerdem ist klar: Wir wollen uns mit zwei Siegen gegen Slowenien für die EHF EURO qualifizieren.“

Neu im deutschen Aufgebot ist Rechtsaußen Farrelle Njinkeu (HSG Blomberg-Lippe). Njinkeu ist die erste Nationalspielerin des Jahrgangs 2007, die in einem deutschen A-Nationalmannschaftsaufgebot und vor ihrem Länderspiel-Debüt steht. Die 19-Jährige gewann bei der U17-Europameisterschaft 2023 die Bronzemedaille mit den DHB-Talenten.

Gaugisch: „Wir beobachten Farrelle und ihre Entwicklung schon länger. Sie spielt seit Sommer in der ersten Bundesliga, hat sich schnell an das Niveau gewöhnt und zeigt gute Leistungen. Daher hat sie sich die Nominierung absolut verdient.“

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