Handball-EM 2026: So kommt das DHB-Team in die Hauptrunde

Die deutschen Handballer stehen bei der Handball-EM 2026 und der Niederlage gegen Serbien (27:30) mit dem Rücken zur Wand. Im Gruppenfinale gegen Spanien droht am Montag das Vorrunden-Aus, doch selbst ein Weiterkommen in die Hauptrunde mit der Maximalpunktzahl ist noch möglich.

„Wir müssen die Spanier mit drei Toren schlagen, was alles andere als einfach ist. Aber das müssen wir machen, wenn wir nicht rausfliegen wollen“, sagte Bundestrainer Alfred Gislason und sprach von einer „maximal schwere Aufgabe, die wir jetzt bekommen. Bislang haben sich die Spanier als die stärkste Mannschaft dieser Gruppe gezeigt.“

So kommt das DHB-Team noch in die Hauptrunde

Deutschland hat wie Serbien 2:2 Punkte auf dem Konto. Spanien, das Österreich am Samstag 30:25 besiegte, steht bei 4:0 Zählern. Österreich besitzt mit 0:4 Punkten, aber auch noch Chancen auf die Hauptrunde, für die sich nur die ersten beiden Teams qualifizieren.

Wir geben einen Überblick über die möglichen Szenarien zum deutschen Weiterkommen am letzten Vorrundenspieltag gegen Spanien:

1. Deutschland erreicht die EM-Hauptrunde, ohne einen Punkt mitzunehmen:

  • wenn es gegen Spanien verliert UND Österreich mit genau drei Toren gegen Serbien gewinnt, dabei aber weniger als 30 Treffer erzielt
  • wenn es gegen Spanien mit mindestens drei Toren gewinnt UND Serbien gegen Österreich siegt
  • Sonderfall Österreich–Serbien 30:27: Deutschland kommt trotz Niederlage gegen Spanien nur weiter, wenn es gegen Spanien mit genau einem Tor verliert

2. Deutschland erreicht die EM-Hauptrunde und nimmt einen Punkt mit:

  • wenn es gegen Spanien unentschieden spielt UND Serbien gegen Österreich verliert

3. Deutschland erreicht die EM-Hauptrunde und nimmt zwei Punkte mit:

  • wenn es gegen Spanien gewinnt UND Serbien nicht gegen Österreich siegt

Diese Teams stehen bereits in der Hauptrunde

Italien mit Trainer Bob Hanning hat die Hauptrunde bei der EM in Dänemark, Schweden und Norwegen verpasst. Das 26:32 (13:14) gegen Ungarn am Sonntagabend im schwedischen Kristianstad war die zweite deutliche Niederlage für den deutschen Trainer und sein Team nach dem 26:39 gegen Island. Ungarn und Island stehen fest in der Hauptrunde.

Souverän in die Hauptrunde zog auch Dänemark ein. Der Weltmeister und Olympiasieger gewann sein zweites Spiel in Herning gegen Rumänien 39:24 (22:17), Welthandballer Mathias Gidsel von den Füchsen Berlin war mit neun Toren bester Werfer der Partie. Zum Vorrundenabschluss geht es für die Dänen gegen Portugal.

Hanning, im Hauptberuf Geschäftsführer der Füchse Berlin, hatte bei seinem ersten großen Turnier als Trainer Italiens vom Einzug in die Hauptrunde geträumt. Letztlich reichte es gegen die „beiden Großen“ nicht. Zum EM-Abschluss geht es für Italien, das erstmals seit 1998 bei einer Endrunde dabei war, am Dienstag gegen Polen.

Frankreich und Norwegen in der Hauptrunde

Frankreichs Handballer haben bei der EM einen Rekord-Kantersieg gefeiert und vorzeitig die Hauptrunde erreicht. Das Team um Superstar Dika Mem, ab Sommer 2027 bei den Füchsen Berlin, gewann in Oslo mühelos mit 46:26 (24:12) gegen die Ukraine – so viele Tore hatte eine Mannschaft noch nie in einem EM-Spiel geworfen. Zudem egalisierten der Titelverteidiger mit 20 Toren Vorsprung den höchsten Sieg bei einer Endrunde.

Für Frankreich waren Melvyn Richardson, Benoit Kounkoud und Dylan Nahi mit jeweils sechs Treffern die besten Werfer, Mem erzielte fünf Tore. Nach zwei Erfolgen liegen die Franzosen mit vier Punkten auf Platz eins in der Gruppe C, dicht gefolgt von Norwegen, das mit dem 29:25 (16:16) gegen Tschechien auch in die Hauptrunde einzog.

Auch Spanien feierte den zweiten Sieg im zweiten Spiel, steht aber nach der überraschenden 27:30-Niederlage von Deutschland gegen Serbien noch nicht in der Hauptrunde. Der zweimalige Europameister setzte sich im dänischen Herning mit 30:25 (19:12) gegen Österreich durch. Gegen die Österreicher, die zum Auftakt das umkämpfte Nachbarschaftsduell gegen Deutschland mit 27:30 verloren hatten, legte Spanien im ersten Durchgang den Grundstein für den Erfolg. Zur Pause betrug der Vorsprung bereits sieben Treffer. Bester Werfer des Spiels war Österreichs Tobias Wagner mit sechs Toren.

Vizeweltmeister Kroatien verhinderte derweil nur mit Mühe einen denkwürdigen Fehlstart in das Turnier. Im schwedischen Malmö gewann die Mannschaft von Dagur Sigurdsson, Bundestrainer beim deutschen EM-Titel 2016, mit 32:29 (15:14) gegen Außenseiter Georgien, der bis zur 49. Minute noch in Führung gelegen hatte. Co-Gastgeber Schweden siegte souverän mit 36:31 (16:12) gegen die Niederlande.

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