Handball-EM 2026: Deutschland gegen Serbien (LIVE im Free-TV)

Im zweiten Vorrundenspiel der Gruppe A bei der Handball-EM 2026 bekommt es die deutsche Nationalmannschaft mit Serbien zu tun. Nach dem erfolgreichen Auftakt gegen Österreich (30:27) wartet damit ein weiteres physisch starkes Team, das bei dieser EM von dem neuen Trainer Raúl González geführt wird.

Wer zeigt heute Deutschland gegen Serbien live?
Das Handball-EM-Spiel Deutschland gegen Serbien aus Herning wird live im Free-TV in der ARD-Sportschau und im Livestream auf sportschau.de gezeigt.

Anwurf der EM-Partie Deutschland gegen Serbien, die ihr erstes Spiel knapp gegen Spanien verloren, ist am 17. Januar 2026 um 20:30 Uhr in der Jyske Bank Boxen in Herning.

Serbiens Handballer zählen zwar nicht zu den Top-Favoriten des Turniers, haben in den vergangenen Jahren aber immer wieder gezeigt, dass sie große Teams vor erhebliche Probleme stellen können. Offensive Dynamik und eine aggressive Defensive machen Serbien in der Vorrunde zu einem echten Härtetest für Deutschland.

Serbische Schlüsselspieler

Prägend für das serbische Spiel sind zwei Bundesliga-Akteure der Füchse Berlin: Kreisläufer Mijajlo Marsenic und Torhüter Dejan Milosavljev. Marsenic spielt seit 2018 in Berlin und gehört sowohl in der Bundesliga als auch in der serbischen Nationalmannschaft zu den erfahrensten Spielern. Seine große Stärke liegt in der Defensive, wo er als Abwehrchef versucht, gegnerische Angriffe früh zu stören und Körperlichkeit ins Spiel zu bringen.

Kommt die deutsche Offensive dennoch durch, wartet mit Milosavljev die nächste Herausforderung. Der serbische Nationaltorhüter trägt seit 2014 das Nationaltrikot und war über Jahre hinweg die feste Nummer eins. Auch Torwart Nummer zwei, Vladimir Cupara, ist international erfahren. Er steht seit 2023 bei Dinamo Bukarest unter Vertrag und sammelt dort regelmäßig Spielpraxis auf Champions-League-Niveau.

Neben dem Berliner Duo verfügt Serbien über weitere Akteure aus europäischen Topligen. Lazar Kukić sorgt im Rückraum für Tempo und Torgefahr und zählt zu den gefährlichsten Schützen des Teams. Ergänzt wird das Aufgebot durch Spieler wie Darko Djukic auf Außen, Dragan Pechmalbec am Kreis oder Nemanja Ilic, die dem serbischen Spiel zusätzliche Variabilität verleihen.

Schwankende Jahre nach dem EM-Silber 2012

Nach dem überraschenden Gewinn der Silbermedaille bei der Europameisterschaft 2012 vor heimischem Publikum in Belgrad konnte Serbien nicht mehr an diese Erfolge anknüpfen. In den Jahren danach folgten sportlich schwierige Phasen, begleitet von zahlreichen Trainerwechseln. Bei der Europameisterschaft 2024 in Deutschland schied das Team bereits in der Vorrunde aus und belegte am Ende Platz 19.

Auch auf Weltebene blieb Serbien zuletzt hinter den eigenen Ansprüchen zurück und verpasste mehrfach die Qualifikation für eine Weltmeisterschaft. Dennoch zeigt die Mannschaft immer wieder, dass sie an guten Tagen in der Lage ist, Spiele offen zu gestalten. Das bewies unter anderem das knappe 34:33 der deutschen Mannschaft bei der WM 2023, als Serbien Deutschland bis zur letzten Minute forderte.

Trainerwechsel setzt neue Akzente

Mit Raúl González steht bei dieser Europameisterschaft ein neuer Cheftrainer an der Seitenlinie. Der Spanier bringt eigene Praxiserfahrung mit und bestreitet mit der EM 2026 sein erstes großes Turnier in dieser Rolle. Nach seiner aktiven Karriere wechselte González früh ins Trainergeschäft, arbeitete unter anderem als Assistent bei Spitzenklubs in Spanien und übernahm später Cheftrainerposten auf höchstem Niveau.

Besonders prägend war seine Zeit beim HC Vardar, mit dem er 2017 die Champions League gewann, sowie seine anschließenden Jahre beim französischen Topklub Paris Saint-Germain. Parallel sammelte er bereits Erfahrung als Nationaltrainer Nordmazedoniens. Nun soll er Serbien sportlich stabilisieren und wieder näher an die europäische Spitze heranführen. Sein Vorteil liegt dabei nicht nur in seiner taktischen Ausbildung, sondern auch in seiner Vertrautheit mit der Mentalität und Spielweise des Balkans.

Serbiens Weg zur EM 2026

Die Qualifikation für die Europameisterschaft 2026 verlief für Serbien wechselhaft. Nach einem gelungenen Auftakt gegen Spanien folgten knappe Ergebnisse und Rückschläge. Erst am letzten Spieltag sicherte sich das Team mit einem Sieg gegen Italien als Gruppenzweiter das Ticket für die Endrunde. Insgesamt blickt Serbien auf 13 EM-Teilnahmen zurück, der größte Erfolg bleibt die Silbermedaille von 2012.

Für die DHB-Jungs ist das Spiel gegen Serbien ein echter Gradmesser. Ein Gegner mit erfahrenen Spielern, einer robusten Defensive und einem neuen Traineransatz verlangt von der DHB-Auswahl volle Konzentration über 60 Minuten.

(kf)

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