Frauen-WM 2025: Finale in Rotterdam

Das Finale der Frauen-WM 2025 findet am Sonntag, den 14. Dezember 2025, in der Rotterdam Ahoy statt. Direkt im Anschluss an das Spiel um Platz drei wird das Endspiel in Rotterdam um 17:30 Uhr angepfiffen. Es spielen Norwegen gegen Deutschland um den Frauen-Weltmeistertitel.

Im WM-Finale stehen sich am 14. Dezember 2025 in Rotterdam die Gewinner aus den beiden Halbfinalspielen, Deutschland und Norwegen, gegenüber. Der Sieger des Finals ist Frauen-Handball-Weltmeister des Jahres 2025.

Ein kurzer Blick zurück: Im Finale der Handball-Weltmeisterschaft 2023 standen sich Olympiasieger Frankreich und WM-Titelträger Norwegen gegenüber, die gleiche Endspiel-Paarung wie vor zwei Jahren, diesmal aber mit anderem Ausgang. Die Französinnen setzen sich mit 31:28 (20:17) durch und krönten sich als Handball-Weltmeister.

DHB-Frauen stürmen ins WM-Finale

Deutschlands Handball-Heldinnen waren außer Rand und Band. Tränenüberströmt hüpfte Antje Döll über das Parkett, die überragende Kapitänin und ihre Mitspielerinnen feierten das „Wunder von Rotterdam“ ausgelassen mit ihren Fans. Das deutsche Team ist bei der WM sensationell ins Finale gestürmt und kämpft nun um Gold. Deutschland stieß mit einer berauschenden Vorstellung den Titelverteidiger Frankreich im Halbfinale von Rotterdam mit 29:23 (15:12) vom Thron und kann sich am Sonntag gegen Norwegen selbst zum zweiten Mal nach 1993 zum Weltmeister krönen. „Jetzt sind wir im Finale. Jetzt wollen wir es auch gewinnen“, so Gaugisch.

Die DHB-Auswahl, die mit Silber bei ihrem viel zitierten „Weihnachtsmärchen“ die erste deutsche WM-Medaille seit 2007 nun bereits sicher hat, brillierte am Freitagabend mit einer fantastischen Defensivleistung. Die Abwehr um Aimée von Pereira ließ das französische Starensemble regelrecht verzweifeln. Als Döll zehn Minuten vor dem Ende mit ihrem neunten (!) Treffer das 24:19 erzielte, begann auf der Tribüne die große Final-Party. „Ich kann nicht mehr. Es waren 60 Minuten purer Kampf“, sagte Rückraumspielerin Viola Leuchter. Vor dem Spiel hätte sie bei diesem Ausgang „den Vogel gezeigt.“

Hinten Katharina Filter, vorne Antje Döll

Wie bei sämtlichen bisherigen WM-Auftritten startete Deutschland auch gegen den Olympiazweiten furios. Nach der dritten Filter-Parade in der zehnten Minute stimmten die stimmgewaltigen deutschen Fans „Kathi-Filter“-Gesänge an, im Gegenzug traf Döll mit ihrem dritten Tor zum 5:4 (10.). Doch damit nicht genug: Das deutsche Team blieb am Drücker, Kreisläuferin Lisa Antl traf nach einer guten Viertelstunde zum 10:6.

Auf dem Feld feierte sich die deutsche Abwehr weiter für jeden gewonnenen Zweikampf ab. Auch wenn Frankreich binnen weniger Minuten wieder bis auf ein Tor herankam (20.), die DHB-Sieben blieb in der Vorhand. Auch weil Filter den französischen Ausgleich mit einem gehaltenen Siebenmeter nach exakt 24 Minuten verhinderte. Und als Rückraumspielerin Vogel den Ball mit 97 Kilometern pro Stunde zum Pausenstand von 15:12 ins Tor hämmerte, geriet der kleine DHB-Fanblock mit seinen Deutschland-Fähnchen komplett in Ekstase.

Diesen Weg ging das deutsche Team im zweiten Durchgang unbeirrt weiter. Hinten parierte Filter die Bälle, vorne riss nun Annika Lott das Spiel an sich. 19:15 hieß es nach 36 Minuten, die Partie wurde nun auch hitziger. Nach einem Kopftreffer gegen Nieke Kühne sah die Französin Onacia Ondono glatt Rot. Während das deutsche Team im Angriff weiter clever Fouls zog und seine Chancen eifrig nutzte, biss sich Frankreich weiter die Zähne aus. Die Zeit lief für das deutsche Team. Beim 23:18 (48.) wuchs der Vorsprung erstmals auf fünf Tore. Diese Führung ließ sich Deutschland nicht mehr nehmen.

Deutsche Politik gratuliert DHB-Frauen

Der Kanzler gratuliert, der Bundespräsident jubelt – und auch die Staatsministerin ist entzückt: Deutsche Spitzenpolitiker haben den deutschen Handballerinnen ihre Glückwünsche zum Einzug ins WM-Finale überbracht. „Sie haben den Titelverteidiger bezwungen, und seit Jahrzehnten steht wieder eine deutsche Frauenhandballmannschaft im Finale, das ist großartig! Toi, toi, toi für Sonntag!“, schrieb Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach dem 29:23 (15:12)-Halbfinalerfolg des DHB-Teams gegen Frankreich am Freitagabend bei Instagram.

Bundeskanzler Friedrich Merz schrieb in den Sozialen Netzwerken: „Was für ein Spiel – Einzug ins WM-Finale für unsere Handballerinnen. Sie begeistern mit Kampfgeist und Können gegen die Titelverteidigerinnen aus Frankreich. Herzlichen Glückwunsch. Jetzt heißt es: voller Einsatz für den letzten Schritt. Ganz Deutschland fiebert mit.“

In die Schar der Gratulanten reihte sich auch Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, ein. „Ein starkes Spiel, ein toller Erfolg“, sagte Schenderlein dem Sport-Informations-Dienst (SID): „Die deutschen Frauen haben Nerven bewiesen und stehen verdient im WM-Finale in Rotterdam.“

Beim Endspiel am Sonntag werde sie wie Merz und Steinmeier „auf jeden Fall mitfiebern und die Daumen drücken“, so Schenderlein. Derzeit wird noch geprüft, ob die Staatsministerin nach Rotterdam reisen kann. Die deutsche Mannschaft greift nach dem zweiten WM-Titel überhaupt nach dem Triumph von Oslo 1993. Die erste Medaille seit WM-Bronze 2007 ist dem Team von Bundestrainer Markus Gaugisch mit Silber bereits sicher.

Norwegen folgt Deutschland ins WM-Finale

Norwegens Handballerinnen haben zum zehnten Mal das WM-Finale erreicht. Die Olympiasiegerinnen und Europameisterinnen gewannen ihr Halbfinale gegen Co-Gastgeber Niederlande deutlich mit 35:25 (18:14) und treffen im Endspiel auf das deutsche Team.

Für Norwegen, das vor zwei Jahren eine Final-Niederlage gegen Frankreich kassierte, geht es um das fünfte WM-Gold. „Norwegen ist sicherlich unfassbar stark. Es wird eine Riesenaufgabe für uns. Es ist eine Ehre, das Finale gegen die beste Mannschaft zu spielen“, sagte Bundestrainer Markus Gaugisch: „Aber wir sind gut. Wir wären nicht im Finale, wenn wir schlecht wären. Wir sind weiter hungrig.“ Deutschland hatte sein Halbfinale zuvor gegen die Französinnen mit 29:23 gewonnen.

Wo wird das WM-Finale live übertragen?

Alle 108 WM-Spiele werden auf Sporteurope.TV zu sehen sein. Den Turnierpass gibt es für 15,99 Euro, einzelne Spiele kosten weniger. Bei Erreichen des Viertelfinals erhalten die DHB-Frauen dann die große Live-Bühne im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, das ZDF würde das erste Duell nach der Hauptrunde übertragen. Das deutsche Halbfinale gegen Frankreich und das WM-Finale werden live in der ARD-Sportschau gezeigt.

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